Co-Produktion mit Birthe Warratz von „Glücklich mit Familie und Beruf“  

  • Warum (unbedachte) Äußerungen zu Konkurrenz führen,
  • Wie du mit Ratschlägen aus älteren Generationen umgehen kannst,
  • Warum Mütter lügen dürfen und
  • was du tun kannst, damit wir als Mamas zusammen halten!

 

 

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Warum wir Mütter zusammen halten sollten!

Birthe und ich sind beide Mamas. Wir führen beide einen Podcast zu dem Thema Familie und Beruf. Konkurrenz? Nein, danke. Uns gefällt Kooperation so viel besser!

Wir Mütter sollten besser zusammen halten. Birthe und ich haben einige Aussagen und Situationen beobachtet, in denen wenig zusammen gehalten wurde. Über diese Beispiele sprechen wir heute. 

 

Warum wird so wenig Rücksicht auf die Mutterolle am Arbeitsplatz genommen?

Gerade andere Mütter am Arbeitsplatz tätigen Aussagen, die andere Mamas beeinflussen. Sätze wie: Ich bin dieses Jahr noch keinen Tag zu Hause geblieben, weil mein Kind krank war.“ oder Mamas, von älteren Kindern: „Ich habe ja nie gefehlt, weil mein Kind krank war.“ Mit solchen Aussagen fühlen sich Mütter indirekt angegriffen. Dies führt zu schlechter Stimmung.

Warum ist das so?

Einerseits vergessen wir, wie die Kleinkind Zeit war. Die Mütter, die heute Kinder im Teenager alter haben, waren in anderen Situationen. Der Krippenausbau war noch nicht so vorhanden. In vielen Regionen galt es als „gut“ und „richtig“ die ersten drei Lebensjahre des Kindes zu Hause zu bleiben. Danach wurde der Wiedereinstieg in Teilzeit gemacht. Das ist eine völlig andere Situation als sein Kind mit einem Jahr in die Krippe zu geben.

Das Thema Bindung aktuell. Heute setzen Mütter andere Prioritäten. Solche Aussagen geschehen auch unbewusst aus Neid. Auch ist es im Menschen ein Stück weit verankert, dass wenn etwas bei mir gut funktioniert, ich es den anderen auch aufzeigen möchte. D.h. die eine Person belehrt eine andere. Belehrung führt auch oft zu schlechter Stimmung.

Job und Familie wird sehr getrennt voneinander betrachten. Dies ist unnatürlich. Denn auch wenn ich als auf meinem Arbeitsplatz sitze, ist ein Teil von mir Mutter. Genauso wie ich immer ein Teil Arbeitnehmerin bin, auch wenn ich auf dem Spielplatz stehe. Dies geht nicht nur Müttern und Vätern so. Sondern allen Menschen. Wenn eine Person einen Schicksalsschlag hinter sich hat oder frisch verliebt ist, beeinflusst das auch die Stimmung des Menschen. Alle Lebensbereiche spielen ineinander. Wir brauchen Akzeptanz. Wir sind immer in mehreren Rollen aktiv. Mehr Empathie und Toleranz sind hier wünschenswert.

 

Unbedachte sprachliche Äußerungen führen automatisch zu Konkurrenzverhalten!

„Ach, du stillst immer noch?“ oder „Gucke mal, mein Kind krabbelt schon!“ sind Äußerungen, die Mamas häufig hören. Insgeheim suggerieren solche Aussagen. Das Gedankenkarussell wird bei dem anderen angeworfen. Aus irgendeinem Grund wollen wir immer schnell Entwicklung. Höher, schneller, weiter schein gut zu sein. Dann sind wir stolz. Vielleicht liegt hier ein Grundstein in unserem Schulsystem.

Uns Mamas geht es oft in den ersten Lebensmonaten so, dass wir unseren Fokus nur auf unser Kind fixiert. Dann haben wir Mamas nicht viel anderes. Und so werden die Entwicklungsschritte des eigenen Kindes zum Lebensmittelpunkt. 

„Du, ich kenne da einen guten Osteopathen!“ kann ein Schlag ins Gesicht sein. Sprachliche Äußerungen sagen viel über den Menschen aus. Höre dir selber gut zu. Und höre deinem Gegenüber gut zu. Wir transportieren unsere Gedanken (unbewusst) nach außen.

Du darfst stolz sein. Achte darauf, wann du es sagst und wie du es sagst. „Deiner lernt das auch noch.“ oder „Bisher hat jedes Kind noch irgendwann laufen gelernt.“ sind Aussagen, die nicht hilfreich sind. Berichte aus deinem Alltag. Und darüber, was dich beschäftigt. Aber achte darauf, was es in anderen bewirkt.

 

Generationskonflikt: Die ältere Generation sieht Dinge anders als die heutige Generation an Müttern.

Nach dem Motto: „Euch hat das damals doch auch nicht geschadet.“ werden oft ungefragt Tipps und Ratschläge gegeben.

Die Omas, Tanten und Onkel wollen geliebt werden von den Kindern. Oft wird das Kind beschenkt oder alles erlaubt, in der Hoffnung, dass das Kind dann diese Person besondern toll findet. Dies ist ein gewisses Schema wie früher (teilweise auch heute noch) erzogen wurde. Nach dem Prinzip: wenn du lieb bist, dann bekommst du was.

Es geht darum, dass unsere Kinder begleitet werden. Mir persönlich ist es wichtig, dass meine Kinder noch andere Bezugspersonen neben Mama und Papa haben.

Ein weiterer Aspekt ist, dass eine jüngere Generation immer Dinge anders sieht als eine ältere Generation. Der Satz „Das hat dir ja auch nicht geschadet.“ sagt nichts aus. Denn wir wissen ja nicht, ob es uns geschadet hat. Es war so, wie es war. Und wir sind heute, wie wir sind. Und das auch wegen unser Prägungen. Ich bin überzeugt, dass jede Mama (und auch jeder Papa) immer nach den eigenen bestmöglichen Optionen und Überzeugungen handelt. Heute haben wir mehr bzw. ein anderes Wissen über gewisse Dinge. Das beeinflusst den Umgang mit den eigenen Kindern. Beispiel: Süßigkeiten und Ernährung. Die jüngere Generation scheint hier sehr viel bewusster mit umzugehen. Mütter sind meist viel informierter und machen sich mehr Gedanken. 

Wenn du im Konflikt bist, denke immer daran: Jeder macht es anders. Jeder handelt so gut wie er / sie kann. Du darfst klar äußern, was dir wichtig ist. Formuliere eine konkrete Bitte. Denn die Eltern tragen die Verantwortung für das Kind. Die Großeltern oder sonstige Verwandte begleiten.

 

Wir wollen immer alles gut und richtig machen!

Die Perfektionistin steht uns selbst im Weg. Beispiel Schlafen: die einen leben das Familienbett. Die anderen lassen ihr Kind möglichst früh im eigenen Zimmer schlafen. Jeder will es richtig machen. Es gibt Gründe warum sich die eine Familie für die eine Variante entscheidet und die andere Familie für die andere. Je nachdem wie wir geprägt sind und welche Erkenntnisse wir uns angeeignet haben. Das Ziel ist immer das gleiche: Wir wollen eine gute Mutter sein. Wir wollen nur das Beste für unser Kind.

Wir haben immer den Anspruch besser zu werden. Uns entwickeln. Im Umkehrschluss heißt das, dass wir heute noch nicht gut genug sind. Und darunter leiden wir. Denn so handeln wir aus dem Mangel heraus.

Wir machen uns selbst damit fertig. Wenn jetzt noch die Mamas um uns rum, dann auch noch unsere Methode in Frage stellen, kommen wir ins Zweifeln. Alle sagen, es gäbe nicht den richtigen Weg. Aber alle geben Tipps, Ratschläge und erzählen von passenden Beispielen.

Es ist ein Trugschluss: bei mir klappt das, deswegen weiß ich wie das geht. Denn jedes Kind und jede Familie ist anders. Nur weil dein Kind, seitdem es acht Wochen alt ist, durchschläft, heißt das nicht, dass du weißt wie der Weg geht für alle Kinder, um durchzuschlafen. Das was bei dir funktioniert, funktioniert nicht automatisch bei anderen.

Gerade beim Thema Schlaf ist es schwierig. Oft helfen ab einem gewissen Punkt Gespräche nicht. Sondern frustrieren. Sprich mehr darüber, was bei dir gut läuft. Oder was schon ein bisschen besser läuft. „Mütter dürfen lügen.“ Sonst bist du immer wieder im Problemmodus. Andere Mamas werden dir Ratschläge geben. Oder dich bemitleiden. Das hilft auf Dauer nicht weiter. Deswegen lüge. Setze deinen Fokus auf das, was schon minimal besser geworden ist. Erzähle davon. Es geht nicht darum, den anderen einen Bären aufzubinden. Es geht darum gut für sich selbst zu sorgen.

 

Sei dir selber bewusst, was du sagt. Und welche Signale du aussendest. Fokussiere dich, was gut läuft. Sprich bei der Krabbelgruppe auch mal andere Themen an. Kooperiert miteinander. Haltet zusammen. Konkurrenz ist anstrengend. Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird leichter, wenn wir Eltern zusammen halten. Zusammen entsteht ein größerer Mehrwert. Wir verlieren dadurch nicht. Liebe Mamas, geht heute raus, seid offen füreinander. Und schaut, welchen Mehrwert ihr zusammen erschaffen könnt. 

 

Links

www.birthe-warratz.de

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