Felicitas Richter, Mama von vier Kindern, im Interview

Du erfährst:

  • wie Felicitias Beruf und Familie lebt, 
  • welchen Quick-Tipp sie für dich als Mama hat 
  • und wie deine innere Haltung zu Vereinbarkeit von Beruf und Familie führt. 

 

 

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#056 simple present: Wie du aufhörst, dich zwischen Familie und Beruf zu zerreißen

Felicitas ist Autorin des Buches: “Schluss mit dem Spagat – Wie Sie aufhören, sich zwischen Familie und Beruf zu zerreißen“. Sie ist Mutter von vier Kindern. Zusammen mit ihrem Mann leben sie in der Nähe von Berlin. Felicitas ist Expertin für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sie versteht Vereinbarkeit als eine innere Haltung. Als Speakerin und Trainerin verdient sie ihr Geld. Felcitias beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Frage: Was brauchen berufstätige Eltern für ein erfülltes Familienleben und Zufriedenheit im Beruf?

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Wie alt sind deine Kinder heute und wie lebt ihr?

 

“Meine älteste Tochter ist 20 Jahre. Mein Sohn ist 19 Jahre alt und im vergangen Jahr ausgezogen. Die dritte ist 17 Jahre alt und macht gerade Fahrschule. Und der nächste wird jetzt 12 Jahre alt. Mein Mann ist selbstständig. Er arbeitet viel im Homeoffice. Zwei bis drei Tage ist er bei Kunden. Ich arbeite auch zwei, drei Tage von zu Hause aus. Ich habe einen bunten Berufsalltag. Zwei Tage bin ich fest in einer Mutter-Kind-Klinik. Ansonsten bin ich deutschlandweit unterwegs.

Damit planen wir jede Woche neu und anders. Es ist manchmal mehr Logistik als wir früher hatten. Als die Kinder kleiner waren, habe ich sie einfach mitgenommen. Jetzt passiert es auch mal, dass ich zum Carport gehe und mein Auto ist weg. Weil wir uns dann schlecht abgesprochen haben.”

 

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Was hast du beruflich vor dem ersten Kind gemacht?

“Mein Weg war zuerst recht klassisch. Ich habe eine Berufsausbildung gemacht. Danach bin ich studieren gegangen. Ich habe meinem Mann kennengelernt. Wir haben geheiratet und zehn Monate später war das erste Kind da. Dann folgte eine Zeit, wo wir uns in kurzen Lebensabschnitten immer wieder neu orientiert haben. Wir haben uns immer wieder korrigiert und neu erfunden. Innerhalb der nächsten drei Jahre kamen die Kinder. Ich bin nahtlos von der einen Elternzeit in die nächste gerutscht

In der Zeit habe nebenbei immer etwas beruflich gemacht. Erst kam der Umzug und wir bauten. Dann war ich im Schuldienst tätig. Das war praktisch, weil ich die Ferien auch immer frei hatte. Nebenberuflich war ich auch unterwegs. Ich hatte immer Stand- und Spielbein. Eine halbe Stelle in Anstellung und das Spielbein war auf selbstständiger Basis mit der Elternbildung.”

 

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In welchem Alter hast du deine Kinder in die Betreuung gegeben?

 

“Wir haben nebenbei auch noch einen Kindergarten gegründet. Ich bin Erzieherin und anspruchsvoll. Die Kindergärten vor Ort passten für uns nicht. Zuerst haben wir für unsere Kleinkinder eine Erzieherin gesucht, die selbst in Elternzeit war. Sie hat unsere Kinder mit betreut. Das war eine Gruppe von fünf Kindern. Der Sohn war 1,5 Jahre, die Tochter 2,5 Jahre alt und die Kleine ein paar Monate alt. Mit Gleichgesinnten gründeten wir dann den Kindergarten.”

 

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Was waren in der Zeit die größten Herausforderungen für dich und deine Familie?

 

“Klar, die Organisation. Drei kleine Kinder in einem halb fertigen Haus auf dem Land – das war ein logistisches und organisatorisches Problem. Zur Kinderärztin fuhren wir eine Stunde. Am Haus haben wir viel selbst gemacht. Meine Freiheit war für mich, dass ich nebenbei schon ein paar Stunden in der Schule gearbeitet habe. Es war eine bunte Zeit. Rückblickend eine sehr schöne Zeit. Eine Zeit des Aufbaus.”

 

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Was verstehst du unter Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

 

“Ich finde den Begriff Vereinbarkeit immer etwas sperrig. Es bedeutet schlicht: Leben. Wie wir leben und womit wir den Tag verbringen. Was mich immer geprägt hat war, dass ständige nach korrigieren. Wenn du immer wieder darauf schaust, fallen dir Schieflagen auf.

Von Vereinbarkeit abstrakt zu sprechen, finde ich immer schwierig. Es suggeriert, dass es eine Ideallösung gibt. Und die gibt es nicht.”

  

Begleitung in einer Gruppe und Austausch hilft dir, dein Mama-Alltag zufriedener und erfüllend zu gestalten!

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Ist Vereinbarkeit dann eine Haltung?

 

“Ja. Es ist ein Prozess in mir stimmig zu leben. Vereinbarkeit ist eine Haltung. Es nichts organisatorisches, was man managen könnte.”

  

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Auch Menschen, ohne Kinder, müssen Lebensbereiche vereinbaren. Es ist doch ein Thema für alle, oder?

 

“Ich spreche Menschen an, mit Sorge-Aufgaben. Z. B. wenn ich mich ehrenamtlich engagiere oder eine Person pflege. Es geht um Beziehungen. Menschen ohne Sorge-Aufgaben haben organisatorischen Stress. Menschen mit Sorge-Aufgaben haben oft die innere Zerrissenheit. Wenn ich beim Elternabend sitze, kann ich nicht meinem Kind die Geschichte gleichzeitig vorlesen. Wenn ich nicht zu meinem verabredeten Termin gehe, lasse ich dort Menschen im Stich. Dieses schlechtes Gewissen haben Menschen mit Sorge-Aufgaben mehr.”

 

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Was ich so schön finde an deiner Methode, ist dieses im hier & jetzt sein. Denn Glück besteht aus aneinander gereihten Momenten. Oder?

 

“Es geht darum intensiv zu leben. Das Leben jetzt und hier zu leben. Das Leben in seinen Höhen und Tiefen bewusst zu erleben.”

 

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Wir haben uns überlegt dein Buch einmal zu verlosen. Welche Frage müssen dafür die Leserinnen beantworten?

 

“Schreibe ein Kommentar unter diesen Blogartikel. Damit bist du automatisch bei der Verlosung dabei. Die Frage lautet: Wie gelingt es euch als Familie eure Woche zu planen? Nutzt ihr einen gemeinsamen Kalender? Gibt es ein regelmäßiges Team-Meeting? Wie organisiert ihr euren Alltag? Alle Kommentare, die bis zum 24.04.18 eingehen, sind dabei. Du bekommst per E-Mail eine Benachrichtigung, wenn du gewonnen hast. Die Gewinnerin wird per Losverfahren ermittelt.” 

 

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Wie setzt sich euer Familieneinkommen zusammen?

 

“Ich kann es nicht genau sagen. Ich sollte das mal tracken. Ich denke, dass wir beide 40ig Stunden und mehr arbeiten. Mein Mann ist der, der das kontinuierliche Einkommen einbringt. Generell hat er etwas mehr. Ich denke, dass es ca. 60% zu 40% ist. Das änderst sich aber auch mal nach Lebensphase. Wir haben kein gemeinsames Konto. Jeder hat sein eigenes. Wir teilen auf, wer was bezahlt. Wir sind nicht immer genau auf den Stand, was genau der andere gerade auf dem Konto hat.”

 

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Welche Angebote hast du für Mamas?

 

“Mein Buch bietet Unterstützung. Ich bin dabei mein Online Business weiter aufzubauen. Man kann mich online für Coachings buchen. Ansonsten werden ich von Unternehmen für Vorträge und Seminare gebucht. Das deutschlandweit. Wenn du in einem Unternehmen bist und das Thema Vereinbarkeit aus der Sicht von Selbstmanagement interessant ist, dann komme ich gerne in deine Stadt.” 

 

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Was ist dein Quick-Tipp für mehr Leichtigkeit in deinem Mama-Alltag?

 

“Immer wenn dein Kind sagt: “Mama, guck mal!” mache die Augen auf und schaue. Denn das sind die Momente, an die du später zurück denken wirst.” 

 

Felicitas Richter über Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Wir sind in dem Interview sehr darauf eingegangen, dass es immer wieder wichtig ist, die Zeit mit Kindern bewusst zu genießen. Im Nachgespräch mit Felicitas ist uns aufgefallen, dass wir nicht darauf eingegangen sind, wie wichtig es ist, auch die Momente ohne Kinder zu genießen. Deswegen dieser Abschlussabsatz: genieße auch die Momente ohne Kinder. Es geht darum bewusst und intensiv zu leben. 

Dieser Artikel beinhaltet den ersten Teil des Interviews. Das komplette Interview kannst du dir als Podcast Episode anhören. Dies kannst du über den Player oben in diesem Artikel tun. Oder mobil über deine Podcast App. Für Android hier und für iOS hier

Links

www.felicitas-richter.de

www.carolinhabekost.de/erfolgsteam 

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