Werte als Basis für dein zufriedenes und glückliches Mama-Konzept  

In diesem Artikel erfährst du:

  • Was Werte sind, 
  • Wie Werte deinen Charakter formen,
  • Wie du dich bewusst für Werte entscheidest und danach ausrichtest, 
  • Wie du schneller und mit mehr Zufriedenheit Entscheidungen triffst. 

 

 

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In meinen Episoden komme ich immer wieder auf das Thema Werte zu sprechen. Auch in den Interviews stellt sich immer wieder heraus: die Basis sind die Werte! Das nehme ich zum Anlass und widme diesem Thema eine eigene Episode: Warum ist es wichtig, dass du deine Werte kennst?

Werte sind Wertvorstellungen. Es sind Eigenschaften, Qualitäten und Glaubenssätze die eine Person als moralisch gut einschätzt. Diese Werte gelten dann für einen selbst als erstrebenswert. Werte können z. B. Anerkennung, Ausdrucksfähigkeit, Bestätigung, Effektivität, Ehrlichkeit, Familie, Finanzielle Unabhängigkeit, Freude, Hygiene, Liebe, Nähe, Selbstentfaltung, Unabhängigkeit, Verbindung und Zufriedenheit sein. Dies ist eine kleine Auswahl. Im Internet findest du verschiedene Werte-Listen. Hier kannst du dir Anregungen holen. Meine geschätzte Kollegin Kerstin Wemheuer hat z. B. eine Werte-Liste zum kostenlosen download. Klicke hier

Jeder Mensch lebt nach Werten. Entweder hast du dich bewusst für Werte entschieden. Oder im Laufe durch deine Prägungen und Erfahrungen haben sich Werte gebildet – bewusst und unbewusst.

Nach diesen Werten richtest du dich aus. Danach triffst du Entscheidungen. Wenn dir eine Entscheidung schwer fällt, kann es daran liegen, dass

1. dir deine Werte im Bezug auf diese Entscheidung nicht klar sind oder

2. zwei Werte gegeneinander stehen, die beide eine hohe Priorität haben. Wie z. B. der Wert Familie und der Wert berufliche Entwicklung / Erfüllung.

Aus den festgelegten Werten ergeben sich also deine Entscheidungen, Handlungen und Gedankenmuster. Und das wiederum formt dich in deinem Charakter. Wenn du bewusst nach deinen ausgewählten Werten lebst, lebst du selbstbestimmt. Das führt meist zu einer hohen Lebenszufriedenheit, Wachstum und Charakterstärke. Du bist die Schöpferin deines Lebens. Und lässt dich nicht – oder wenig – fremd bestimmen. Das Erkennen der eigenen Werte gibt dir Orientierung. Auch findest du dadurch deine Ziele in deinem Leben. Bzw. entwickelt sich eine Vision. Du gehst in die Gestaltung.

Menschen mit ähnliche Wertvorstellungen mögen sich. D. h. dich zieht es automatisch zu Personen, die ein ähnliches Wertesystem haben.

Innerhalb von Werten wird unterschieden. Denn einige Werte bedingen einander. Manche sind Auslöser. Auch werden relative und absolute Werte unterschieden. Ich möchte jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen.

 

Warum brauchen wir Werte?

Zum einen für die Orientierung. Zum anderen für die eigene Motivation. Wir sind bereit Anstrengungen und eigene Ressourcen zu nutzen, wenn es uns genug Wert ist. Auch führt eine klare Priorisierung der eigene Werte zu schnellen und gefühlt, einfachen Entscheidungen. Menschen mit bewussten Werten, sind klar.

In der Schwangerschaft fängt es meistens an, dass sich unsere Werte verändert. Ggf. schon bereits ab Kinderwunsch. Es werden und andere Dinge wichtig. Wir lernen uns selbst neu kennen. Durch die neu entdeckten Werte – oder durch die neue Wert-Hierarchie – verhalten wir uns anders. Viele werdende Mamas empfinden z. B. ein Nestbautrieb. Viele werdende Papas setzen den Wert Verantwortung höher. Das führt oft zu dem Streben nach mehr Einkommen bzw. ein sicheren Job.

Aus diesen Werten resultiert dann viel. Denn irgendwann kommt der Wert Zeit in das Spiel. Zeit für sich, Zeit für die Familie, Zeit für sich als Paar, Zeit für Hobbys, usw. Wer hier seine Werte nicht kennt, mit seiner Wert-Hierarchie unzufrieden ist, funktioniert einfach nur nicht. Das Leben passiert dir. Du gestaltest gar nicht, bis wenig. Auch treten Probleme auf, wenn die Werte der Eltern zu unterschiedlich sind. Es folgen Diskussionen und Streits.

Oft versuchen wir diese Probleme und Herausforderungen von außen zu lösen. D. h. wir organisieren unser Familienleben. Wir verhandeln miteinander. Z. B. darüber wie wichtig das Hobby des Vaters. Oder darüber wie viel Fremdbetreuung in welchen Alter für das gemeinsame Kind passend ist.

Diese Gespräche sind wichtig. Und eine gute Organisation sowie ein Plan B und Plan C sind wichtig. Doch davor kommen noch die Werte. Denn ansonsten strampelst du in einem Hamsterrad. Du machst und tust. Probierst Dinge aus, setzt Tipps um. Aber am Ende des Tages bist du erschöpft, unzufrieden und hast ein schlechtes Gewissen.

Der erste Schritt ist: Lerne deine Werte kennen. Nach welchen Werten lebst du? Nach welchen Werten lebt dein Umfeld? Mache eine Bestandsaufnahme. Finde heraus, welches die zehn wichtigsten Werte in deinem Leben jetzt hier und heute sind.

Im zweiten Schritt überprüfe, ob du all diese Werte genau so priorisieren möchtest. Wenn du deine Wertliste neu schreiben darfst, sieht sie dann genau so aus, wie die Bestandsaufnahme. Meist ist das nicht zu 100% so. Damit ergibt sich hier für dich ein guter Handlungsspielraum. Setze dich hin und setze dich mit deinen Werten auseinander. Schreibe dir deine Wertliste. Und priorisiere.

Wenn du in Partnerschaft lebst, gleicht eure Werte ab. Es ist spannend, was bei solch ein Gespräch raus kommt. Denn meist gehen wir davon aus, dass der andere die gleichen Werte hat, wie man selbst. Im Nenner ist das sicherlich auch so. Sonst gäbe es auf Dauer ganz schöne Beziehungsprobleme. Aber in Nuancen unterscheidet sich die Prioritätensetzung meist.

Hier ist wieder ein guter Ansatzpunkt, um Dinge zu verändern. Akzeptiere das Wertsystem deines Partners. Denn verändern kannst du es nicht. Auf jeden Fall nicht, einfach weil du es willst. Akzeptiere es, sei tolerant. Und stelle deine Werte vor. Jetzt schaut, wie ihr möglichst viele eurer Top 10 Werte leben könnt.

Auf einmal wird z. B. dein Wunsch nach beruflicher Erfüllung von deinem Partner ernst(er) genommen. Denn ihm war vielleicht vorher nicht klar, dass dir das so wichtig ist. Und auch du bekommst plötzlich mehr Verständnis dafür, dass dein Partner die monatliche Männerrunde wahrnehmen möchte.

Erfahrungsgemäß führt die Erkenntnis der Wert-Hierarchie innerhalb einer Familie zu Lösungsansätzen. Und jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo ihr die Fakten im Außen besprechen könnt. Wer bringt wann welches Kind wohin? Wer übernimmt welche Aufgaben im Haushalt? Wann arbeitet wer mit wie vielen Stunden? U.s.w.

Es ist wichtig, dass du deine Werte kennst, damit du Entscheidungen treffen kannst. Bewusste Entscheidungen. Entscheidungen, ohne schlechtes Gewissen. Wenn du deine Werte kennst und bewusst danach lebst, wirst du eine Zufriedenheit führen.

Du wirst in dir Wachstum erfahren. Du entwickelst dich und gehst deinen Weg. Das finde ich persönlich sehr wertschätzend deinen Kindern, Partner und Mitmenschen gegenüber. Denn du wirst eine angenehme Ausstrahlung haben, du wirst mehr in dir Ruhen und eine selbstbewusst Frau und Mama sein.

Wenn du dich gut um dich kümmerst, kommt das allen zu Gute. Dies hat nichts mit Egoismus zu tun. Dies hat mit Selbsterhalt, Selbstzentriertheit und Selbstbewusstsein zu tun. Wenn du kraftvoll in dir bist, schenkst du deinem Umfeld so viel mehr. 

Wenn du weißt, was du willst. Dann weißt du auch, wohin du gehen kannst.

 

Mich interessiert: Wie gewichtest du die Werte FAMILIE und BERUF? Welcher hat eine höhere Priorität? Warum? Oder sind beide gleich auf? Schreibe deine Wert-Hierachie in die Kommentare!

 

Links

Hole dir die Werte-Liste von Kerstin Wemheuer unter http://www.wemheuer.de/werte-liste

Hole dir die 45 Vereinbarkeits-Hacks für mehr Balance zwischen Familie und Beruf unter http://www.carolinhabekost.de/vereinbarkeits-hacks/

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