Expertin Interview mit Silke Grotegut 

In dieser Episode erfährst du: 

  • Was alles in eine „gute“ Bewerbungsmappe gehört 
  • Welche Schritte an erster Stelle gehen, wenn du dich bewirbst
  • Welche Vor- und Nachteile (aus wirtschaftlicher Sicht) eine Mutter für den Arbeitgeber hat
  • Was du unbedingt beachten solltest

 

 

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Shownotes #029 Schriftlich bewerben: So machst du als Mama alles richtig 

Silke ist 1969 geboren und hat ein Studium MBA, Diplom Geografin. Sie hat eine Integrale Business Coach Ausbildung. Silke magst Yoga, Reiten, Radfahren und Wandern.Über 13 Jahre war sie u.a. als Personalreferentin und Personalentwicklerin in einem Großkonzern. Heute ist sie selbstständig als Karrierecoach und unterstützt Menschen, einen Job zu finden, der wirklich zu ihnen passt.

 

Was gehört in eine „gute“ Bewerbungsmappe? 

In eine vollständige Mappe gehören Lebenslauf, das Anschreiben, die Zeugnisse und, wenn man möchte, auch ein Deckblatt. 

 

 

Was ist der Unterschied zwischen einer postalischen Bewerbung zu einer E-Mail Bewerbung? 

Vom Aufbau gibt es keinen Unterschied. Die gleichen Unterlagen gehören in beide Bewerbungsformen. Der Unterschied ist nur, dass dass eine digital als eine Datei verschickt wird und das andere ausgedruckt wird. Zusätzlich gibt es Bewerberportale direkt auf der Website von Unternehmen. 

 

 

Sollte die Mama in die schriftliche Bewerbung reinschreiben, dass sie Mutter ist? 

Silke sagt, dass es kein klares Ja oder Nein auf die Frage gibt. Sie empfiehlt hier eher zurück haltend zu sein. Rechtlich gibt es keine Verpflichtung dazu, die Kinder zu nennen. Es führt in der Regel dazu benachteiligt zu werden. Wenn sie in der Bewerbung nicht genannt werden, dürfen sie keinen Einfluss auf den Arbeitsplatz haben. Silke nennt hier das Beispiel, dass bestimmte Arbeitszeiten durch die Kita Betreuung vorgegeben sind. Wenn das der Fall ist, gibt es einen Einfluss durch die Kinder auf den Arbeitsplatz.  

 

 

Wenn ich als Mama es reinschreiben möchte, wo formuliere ich es in die schriftliche Bewerbung? 

Silke empfiehlt es in den Lebenslauf unter „Persönliche Daten“ reinzuschreiben. Das Alter würde sie dann reinschreiben, wenn sie bereits etwas älter sind. Denn das suggeriert, dass sie weitestgehend selbständig sind. Wenn das Alter von Kleinkinder genannt wird, sollte auch die gesicherte Betreuung erwähnt werden. Sätze wie „Betreuung familienintern gesichert“ oder „Betreuung ganztags gesichert“ könnte hier eine passende Formulierung sein. Alles was das Fragezeichen beim Personaler löst, sollte hier reingeschrieben werden. 

 

 

Wenn die Mutter in Elternzeit war ist dies auch im Lebenslauf zu erkennen. Sollte sie hier unter den einzelnen Positionen die Ausfallzeiten reinschreiben?

Auch hier besteht keine rechtliche Pflicht, Elternzeit in den einzelnen Stationen im Lebenslauf zu nennen. Silke kann auch hier kein allgemein gültige Antwort geben. Je weiter das zurück liegt, desto unwichtiger ist es. Und je kürzer die Erziehungszeit war, desto weniger wichtig ist es, sie reinzuformulieren. Wenn es eine Relevanz für die neue Position hat, sollte die Elternzeit erwähnt werden.

Der kniffligste Fall ist es, wenn die Mama aktuell in Elternzeit ist. Silke sagt, dass die schriftliche Bewerbung darum geht, die eigenen Qualifikationen sowie Kompetenzen nach vorne zu bringen und Persönlichkeit zu zeigen. Die Erziehungsleistung ist für den Job – in der Regel – nicht relevant. Es sei denn, die Mutter arbeitet mit Kindern. Wenn die berufliche Aktivität nichts mit der Arbeit mit Kindern zu tun hat, empfiehlt Silke, die Elternzeit nicht zu nennen. 

 

 

Durch das Mama sein entwickeln sich die Frauen und auch ihre Kompetenzen. Z.B. arbeite ich viel effizienter seit dem ich Kinder habe. Sollte ich das nicht nennen? 

„Was ist der Mehrwert, den ich dem Unternehmen biete?“ ist die Frage, die sich alle Bewerberinnen vorher beantworten sollte. Alles was es unterstützt den Mehrwert klar zu machen, kann in die Bewerbung rein. 

 

Teilzeitstellen: Die meisten Stellen sind in Vollzeit ausgeschrieben. Kann ich mich dann in Teilzeit bewerben? 

Silke empfiehlt anzurufen. Die Mama sollte den eigenen Mehrwert darstellen und dann zu sagen: „Ich kann allerdings nur in Teilzeit arbeiten, darf ich ihn trotzdem meine Bewerbungsunterlagen zukommen lassen?“. Denn wenn man erst im Vorstellungsgespräch erwähnt, dass man nur Teilzeit arbeiten möchte, dann kann das zu Ärgernis führen. 

 

 

Was hältst du von der Idee: die Mama steigt in Vollzeit wieder ein. Von vorne rein mit dem Plan, dass nach einem Jahr auf 50% reduziert wird. Weil der Vater vor hat in Elternzeit zu gehen und dann auch auf 50% zu gehen. 

Grundsätzlich ist Silke für Transparenz. Allerdings bezweifelt sie, dass ein Arbeitgeber Interesse daran hat, nach einem Jahr die Arbeitszeit wieder zu reduzieren. Man müsste individuell schauen. 

 

 

Soll ich die Uhrzeiten der Kita mit in die schriftliche Bewerbung schreiben?

Silke sagt: Nein. Im Anschreiben geht es darum von der eigenen Erfahrungen und den Kompetenzen zu überzeugen. Alle Rahmenbedingungen gehören hier nicht rein. Dies wird erst später geklärt. Ein Anschreiben sollte so prägnant und kurz wie möglich geschrieben sein. 

 

 

Was sind die wichtigsten Tipps für das Bewerbungsfoto? 

Silke rät davon ab, das Bild selber zu machen. Es lohnt sich, hier einen Fotografen in Anspruch zu nehmen. So neutral wie möglich sollte das Bild sein.

Die Blickrichtung sollte fokussierend in die Bewerbung sein. Also sollte vorher überlegt werden, wo in der Bewerbung das Foto positioniert wird. Um dann die Blickrichtung passend zu wählen.

Das Bild sollte in den letzten 12 Monaten aufgenommen worden sein. 

 

 

Was sind deine Tipps für Mütter, die sie unbedingt in der schriftlichen Bewerbung achten sollten? 

Das unterscheidet sich gar nicht zu Nicht-Müttern. Es geht darum ein informatives, knappes und prägnantes Anschreiben zu formulieren. Die Bewerberin sollte ihren Mehrwert für das Unternehmen gut präsentieren.

Für Mütter gibt Silke den Tipp: Überlege, wie die Wirkung ist von deiner familiären Darstellung. Was suggerieren deine Formulierungen? 

 

 

Was hältst du davon, wenn ich sich eine hochqualifizierte Frau auf eine niedrigere Position bewirbt, um Teilzeit arbeiten zu können. Kann dies gut argumentiert werden? 

Das ist möglich. Meist für das zu einem Stopp auf der Karriereleiter. Meist bleiben die Personen dann auf der niedrigeren Position. Das Anknüpfen an der alten Karriere wird dann schwieriger. Aber argumentieren lässt sich alles, wenn die Motivation dahinter deutlich gemacht wird. 

 

 

Was sollte eine Mama schreiben, die jetzt jahrelang in Elternzeit war. Wie sollte sie dies im Lebenslauf formulieren? 

Formulierungen wie „Babypause“ sollten vermieden werden. Gut eigenen sich „Erziehungszeit“ oder „Elternzeit“. Ein Lebenslauf sollte lückenlos sein. Wenn eine Mutter mehrere Jahre zu Hause war, sollte dies im Lebenslauf sichtbar sein.

Wenn in dieser Zeit eine Weiterbildung statt gefunden hat, sollte dies unbedingt erwähnt werden. 

 

Wodurch kann ich mich in der schriftlichen Bewerbung positiv hervorheben? 

Personaler haben wenig Zeit. Daher sagt Silke, dass ein positiver Eindruck durch ein knackiges Anschreiben gelingt. Wer eine gute Argumentation liefert, warum man genau die richtige Person für diesen Job ist, fällt positiv auf

Abschließend gibt Silke den Tipp: Erstelle ein Deckblatt mit Foto und schreibe darunter drei bis vier Merkmale, die dich ausmachen. Damit sofort auf der ersten Seite klar wird, dass du das mitbringst, was für die Stelle wichtig ist. 

 

 

Wo findet man dich und was bietest du an?

Im Karrierecoaching geht es um berufliche Neuorientierung. Im Bewerbungscoaching geht es darum, wie du dir deinen passenden Job sichern kannst.

Du findest Silke unter www.silkegrotegut.de

Auf Facebook findest du Silke hier. 

 

 

 

Dies ist ein Auszug und eine stark verkürzte Wiedergabe des Interviews. In der Audiodatei kannst du dir das komplette Interview anhören. Dies kannst du über den Player oben in diesen Beitrag tun oder über eine Podcast-App auf deinem Smartphone. 

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Dies ist ein Interview aus der Serie: Als Mama erfolgreich bewerben und verhandeln. Freue dich auf weitere Interviews in diesem Podcast mit Sabrina Klix von Mamihelden, Cathrin Eggers von SterneBewerbung, Susanne Thielecke von LaRenzow Personal, Mirjam Niedermeier von Jobeinklang und Silke Grotegut von Karrierecoaching Silke Grotegut. 

 

Links:

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